Rettung Großtier

Zwei Frauen waren entlang des Wanderweges oberhalb der Schrepfersmühle mit einem Pferd unterwegs. Dieses geriet in den parallel daneben verlaufenden Mühlbach und kam nicht mehr alleine heraus.

Zuerst suchten die Frauen Hilfe in der Schrepfersmühle. Die Helfer konnten jedoch alleine nichts ausrichten, so dass ein Notruf abgesetzt wurde.

Vor Ort stellte sich die Lage für uns wie folgt dar:
Das Tier befand sich bereits eine knappe Stunde in einem 1x1 Meter großen Graben und kam aus eigener Kraft nicht mehr heraus bzw. konnte nicht mehr aufstehen. Es hatte diverse Schürfwunden und eine Unterkühlung erlitten.

Die Einsatzleitung forderte den in Weismain ortsansässigen Tierarzt an, der sich vor Ort um das Tier kümmerte.

Mit zwei 1000 Watt-Strahlern wurden wärmeerhaltende Maßnahmen eingeleitet. Parallel wurde mit Unterbaumaterial die Unfallstelle systematisch unterbaut, so dass das Pferd aus dem Graben geholt werden und nicht mehr zurückrutschen konnte. Die Sicherung des Tieres erfolgte mit dem Weismainer Tierbergegeschirr. Als weitere Maßnahme stauten die Einsatzkräfte den Mühlbach an, leiteten das Wasser in die darunter gelegene Weismain um und pumpten den abgesperrten Bereich leer.

Der mittlerweile an der Einsatzstelle eingetroffene Tierarzt leitete die medizinische Versorgung ein.

Nachdem sich das verunfallte Pferd erholt hatte und seine Körpertemperatur wieder auf ein Normalmaß angestiegen war, konnte es selbstständig aufstehen und in einen sicheren Bereich verbracht werden.

Eine Einsatzkraft der Feuerwehr erlitt bei den Rettungsarbeiten eine Hitzeerschöpfung.


Einsatzart Technische Hilfeleistung
Alarmierung Pferd im Wasser
Einsatzstart 8. Juni 2018 11:05
Mannschaftstärke 31
Einsatzdauer 3 Stunden
Fahrzeuge MZF
HLF 20/24
LF-KatS
RW1
Dekon P II
Alarmierte Einheiten Feuerwehr Arnstein
Feuerwehr Michelau
Feuerwehr Weismain